Lilac Twilight

Selbstdarstellung

Thesilée

© Gary Ehrlich 2011

Es sollte leicht sein, mich mit wenigen Worten zu beschreiben. Ich bin linkshändig - und ĽKann mir jemand eine Gitarre leihen?« ist bei mir ein Runnig Gag, weil ich auf spiegelverkehrte Instrumente angewiesen bin - blutrünstig, und ziemlich schräg. Und doch tendieren meine Selbstdarstellungen immer dazu, seitenlang zu werden, bis ich am Ende davonstehe und mich frage, wie irgend jemand diese Textwüste überhaupt lesen soll. Wer keine Lust auf Lesen hat, kann sich also schon mit diesem ersten Absatz zufriedengeben und sollte doch in der Lage sein, mich auf jeder Convention sofort zu erkennen.

Dass ich außerdem eine Vorliebe für Mützen habe - keine blöden Bommelmützen, sondern schicke Schlägermützen, die mir nach Aussage meiner Mutter überhaupt nicht stehen - und durch meine ungelenke Körperhaltung immer entweder verkrampft oder verdreht aussehe, oder beides, steigert meinen Wiedererkennnugswert noch zusätzlich. Aber vor allem möchte ich mich natürlich durch meine Musik charakterisieren, mein Gitarrenspiel, das auf sechs Jahren klassischen Unterrichts aufbaut, meine Stimme, die ich so lange für Alt hielt, bis meine Gesangslehrerin meinte, ich wäre in Wirklichkeit eine Subrette (keine Angst! Ich singe nicht wie eine!), und natürlich durch meine Lieder.

Meine Wurzeln liegen im Folk, und ich bin, was das angeht, ein Papakind - mein Vater, selbst ein Musiker, der sich im Filk wohlgefühlt hätte, hatte eine große Sammlung von Steeleye Span, Fairport Convention, Pentangle und Konsorten, dass ich einfach nur da weitermachen musste, wo er aufgehört hatte. Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, mir meinen Folk selbstzuschreiben, aber ich habe schon früh mit dem ‹bersetzen angefangen, um meine Fantasyromane mit traditionellem Liedgut zu füllen - bis mich ein Bekannter 1999 auf meine erste Filkconvention mitnahm, und ich kleben blieb.

Zehn Jahre lang habe ich erst mit Silva, dann erweitert um unsere Lebensgefährten Kjenjo und Peredar, die Band Lord Landless gebildet, und es war eine großartige Zeit, auf die wir alle gern zurückblicken. Was LLL am Ende das Genick gebrochen hat, waren zwei Faktoren: Nach verschiedenen Umzügen lagen plötzlich fünfhundert Kilometer zwiscehn uns, und als dann auch noch Silva und Kjenjo begannen, mit den Schattenwebern professionell aufzutreten, waren gemeinsame Probenwochenenden ein organisatorisches Ding der Unmöglichkeit. Das Leben eines Berufsmusikers wäre vermutlich nichts für mich, aber ich will diesen Schritt in die Professionalität als Autorin gehen, was wohl am Ende genauso wagemutig ist.

Heute bilde ich zusammen mit Peredar das Duo Pavlov’s Duck oder singe solo. Ich lebe in der bezaubernden Kaiserstadt Aachen, arbeite an meiner Autorenkarriere und freue mich, dass ich jetzt die Möglichkeit habe, mehr als eine Convention im Jahr zu besuchen. Auch wenn ich in den letzten Jahren weniger Lieder geschrieben habe, versuche ich doch, mich immer weiter zu entwickeln, Hauptsache, die Lieder, die am Ende rausklommen, sind dafür gut. Neben dem Filk und der Schreiberei bin ich eine begeisterte Computer- und Rollenspielerin, betrachte mich selbst als Geek und bastle und schraube mit Inbrunst an meinen Webseiten. Irgendwann war ich auch einmal Bibliothekarin - aber das ist eine andere Geschichte, und weil nur wenig Musik darin vorkommt, gehört sie nicht hierher.

Lost in Translation…

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Sprache: Deutsch
Language: English