bookmark_borderStimmen im Wind 3.0

Busweise karrt man die Leute heran
in das Bergdorf am Rande des Schnees;
sie schultern die Kameras und wandern dann
zum Café an den Ufern des Sees.
Da steht das Grandhotel in seiner Pracht,
nur am Burger King™ bauen sie noch.
Der Nebel hat Ruhm uns und Ehre gebracht
Doch der Preis, den wir, zahlen ist hoch.
Kein Haus bleibt vom Strom der Touristen verschont,
und die klopfen nicht einmal an –
Schon fliegt die Tür auf, und jemand brüllt: »Wohnt,
hier nicht der Oliver (Oliver) (Oliver) Kahn?«

Oooo hooohooo hooohoo… Oooo hooohooo hooohoo…

Niemals war Fußball ein Thema am See
bis Nebel den Tiefen entsprang,
er brachte die Stimmen zum Weiler im Schnee,
es klang wie ein Fanchorgesang.
Ich weiß nicht den Grund, doch ich sag mir: »Na klar
auch ein Gott hat mal Sinn für Humor« –
Der Nebel – er kommt und geht einmal im Jahr,
und Einer von uns steht im Tor.
Nur manchmal, von Fans und Touristen umschwirrt,
dann fragt man: »Ist alles nur Wahn?«
Doch zeigt uns der Gentest ohn’ Zweifel: Man wird
wirklich zu Oliver (Oliver) (Oliver) Kahn.

Oooo hooohooo hooohoo… Oooo hooohooo hooohoo…

Jahre um Jahre verflossen wie Schnee
seit der Nebel den Ersten mutiert.

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