bookmark_borderBaum aus Silber

Mittendrin im Dunkelwald steht ein silbern Baum.
Ist die Nacht nicht schwarz, nicht kalt findet man ihn kaum.
Doch wenn man ihn nötig hat ist er hell zu sehen:
Jede Blüte, jedes Blatt im Silberglanze stehen.
Und wer sich im Wald verirrt, ruft ihn flehend an,
dass, eh man gerettet wird, doch noch hoffen kann.

Baum aus Silber, Blütenglanz,
sieh wie ich mit den Sternen tanz.
Baum aus Silber, Baum aus Licht:
Schwarze Nacht, ich fürcht dich nicht.

War einmal ein Waisenkind, hatte einen Traun:
Sah vor sich in Nacht und Wind einen silbern Baum.
Lief und lief und lief drauf zu, konnt ihn nicht erreichen.
Fühlte rotes Blut im Schuh, schrie zum Steinerweichen
Wurde kalt und zitternd wach, als die Sonne stieg
Hungrig pfiff der Wind durchs Dach und der Traumglanz schwieg.

Baum aus Silber, Blütenglanz,
sieh wie ich mit den Sternen tanz.
Baum aus Silber, Baum aus Licht:
Schwarze Nacht, ich fürcht dich nicht.

Immer wieder kam der Traum, Silber jede Nacht
Stand das Kind am Waldessaum sehnt sich nach der Pracht.
War sein Leben hart und schwer, tags kaum zu ertragen
sehnt es sich das Silber her wagt es nicht zu fragen
ist der Baum wohl Wirklichkeit, irgendwo versteckt,
doch es war der Wald zu weit, hat ihn nicht entdeckt.… Weiterlesen