bookmark_borderDer flotte Metzger

Es war ein flotter Metzger, der viele Freunde hat,
er ritt an einem Tag hinaus, in eine andre Stadt.
Und als er aus dem Stadttor, ritt sprach er: »Jetzt oder nie!
Jetzt reite ich nach Urica und kaufe junges Vieh!«

Und als er kam nach Urica ging er in ein Lokal.
Er mietete ein Zimmer sich und speiste ganz feudal.
Er trank vom allerbesten Wein, und nach recht kurzer Zeit,
da fiel sein Auge auf die gut gebaute Kammermaid.

Die Maid nahm eine Kerze und sie leuchtet ihm zu Bett,
da schloß er schnell die Kammertür und sagte dann ganz nett:
»Sieh, dieses Goldstück hier ist dein, und du liegst mollig warm!«
Und so verbrachte sie die Nacht wohl in des Metzgers Arm.

Schon früh am Morgen machte er zum Aufbruch sich bereit.
Der Wirt sprach: »Werter Herr, zahlt erst die Rechnung, sonst gibt’s Streit.«
»Oh nein«, sagte der Metzger da, »das kann doch wohl nicht sein!
Ich gab der Magd ein Goldstück, doch sie hatte es nicht klein.«

Sie riefen nach der Kammermaid und fragten nach dem Geld.
Die Maid legt schnell das Goldstück hin und fühlte sich geprellt.
Es ritt der Metzger fröhlich fort und lobte sein Geschick,
doch ward die arme Kammermaid im Bauche ziemlich dick.
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