bookmark_borderMy Lovely Swan

I’ll stay forever by my love
so proudly she does glide,
her feathers white as any dove
and I’ll stay by her side,
yes I’ll stay by her side.

I met her in the month of may
the lake so bright did shine
and she was fair as any fay
I knew that she was mine:
I’m hers, and she is mine.

And though she never speaks my name
and never casts a glance
I’ll feed my love’s eternal flame
till I may see my chance.
One day I’ll see my chance.

O what can stop a loving heart
if love itself is true?
The winter winds will make us part
but I will wait for you
yes I will wait for you.

In the summer of 2006, a black swan appeared on Lake Aasee in Münster and fell madly in love with a swan-shaped pedal boat.
This song is dedicated to her and to all other unconditional lovers.

The song with chords as a PDF
The song in Chordpro format

Lyrics and tune © 2006 by ThesiléeWeiterlesen

bookmark_borderDas Lied der Schwäne

So rot wie dein eignes fließt Schwanenblut.
Wie Schnee fällt ihr weißer Flaum.
Nun weißt du, wie weh das Sterben tut.
Nun finden sie dich im Traum.
Da liegen im Hof die Schwäne nun tot,
da sind deine Hände nun blutig und rot:
Die heiligen Vögel, erschlagen von dir –
sag, was bist du? Mensch oder Tier?

Bringt es dir nun deinen Bruder zurück
wenn du jeden Schwan erschlägst?
Er starb, und er nahm von dir auch ein Stück
das drinnen im Herz du trägst.
Ob du nun dumpf die Wunden dir leckst,
ob blind vor Wut die Zähne du bleckst:
Es ändert nichts. Es ist geschehn.
Du wirst ihn nie wiedersehn.

So sei nun sein Erbe, wie’s dir bestimmt,
und frag nicht nach deinem Glück.
Wenn alles, was stirbt, dir dein Leben nimmt,
was bleibt dann von dir zurück?
Füg dich der Pflicht, und engt sie dich ein –
im Herz kannst du nicht einsamer sein.
Ein Blick von Eis, ein Herz von Stahl:
Dein Leben läßt dir keine Wahl.

Gedenke der Schwäne Todeslied
wenn du einst der König bist,
damit du, was immer dem Land auch geschieht,
doch niemals dein Volk vergißt.
Sind Leben und Tod erst in deiner Hand,
folgst du dem Herz?
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bookmark_borderCourted by a Blackbird

I was courted by a blackbird, one evening in the spring.
When I was tuning my guitar, the bird would start to sing.
And as my song was flying, even higher flew the bird’s,
and I knew it was a love song that did not need any words …

The others started laughing, saying: »The bird is after you!«
We looked up into the trees, but no blackbird was in view.
And still as I was singing, the bird would sing along,
and when I stopped my singing, the bird would stop his song.

But then the night grew darker, my chords no more I’d see,
and I went on and sang by heart, so blackbird, sing for me!
And everyone was singing, thousand voices joined my tune,
And when we found the bird was gone, we sang to please the moon.

I was courted by a blackbird, one evening in the spring.
When I was tuning my guitar, the bird would start to sing.
And as my song was flying, even higher flew the bird’s,
and I knew it was a love song that did not need any words…

A lullaby, dedicated to Katy.
– remembering the campfire, the songs and the bird –
It was just like this, and I wrote a song about it, finished in no more than ten minutes.
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bookmark_borderEin Rätsellied

Fernab von den Häusern, da stand er allein
und sein Hut war verkrustet mit Schnee.
Sie war auf dem Heimweg, beflügelt vom Wein,
und ihr Herz war das Herz einer Fee.
Sie sah seinen Schmerz, und er dauerte ihr
Und sie sprach: »Du Schöner, was wünschest du dir?
Und er sagte: »Geliebt will ich sein.«

Da küßt ihn die Fee, und sie sagte: »So sei’s«,
und sie macht sich zufrieden nach Haus.
Doch ein Herz schlug fortan unterm Schnee, kalt und weiß,
und es sickerte Liebe heraus.
Da kamen die Vögel von nah und von fern,
und riefen: »Du Schöner, wir haben dich gern,
und wir lieben dich innig und heiß.«

Was ist ein Auge, das nie den Himmel schaut?
Was ist ein Feld, wo nur Asche angebaut?
Was ist ein Feuer, das ohne Flamme brennt?
Was ist ein Herz, das die Liebe nicht kennt?

Die Saat sprang auf, so kam der Frühling ins Land,
da wundert der Bauer sich sehr:
Den Vogelscheuch, der doch seit Jahren dort stand,
plötzlich fürchten die Vögel nicht mehr.
»Ach, es kommt, wie es kommt, und es ist, wie es ist,
und du alter Strohmann gehörst auf den Mist« –
und er setzte den Haufen in Brand.
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bookmark_borderDer Sonnenvogel

Durch forstgraue Fenster hinaus in das Weiß
So seh ich den Garten, voll Schnee und voll Eis.
Die Pflanzen erfroren, die Bäume sind tot,
doch streu ich der Vogelschar Brocken von Brot
erfreut mich ihr Leben in sonnloser Zeit,
und ihr Lied gibt mir Trost in Kälte und Leid. 

Ein Vogel darunter, wie ich noch nie sah:
Mit traurigen Augen sitzt er ganz still da.
Zerzaust sind die Federn, doch golden ihr Glanz –
als ich ihn erblick, setzt mein Herz an zum Tanz.
Seine Augen sind klar wie geschmolzenes Licht,
und er sitzt Tag und Nacht, doch sein Lied hör ich nicht.

Nie sah ich dein Flügelkleid,
Federn gold und rot
Kommt herbei die Winterzeit,
holt dich dann der Tod?
Sing für das Licht und sing für das Glück,
sing dass der Frühling kehrt zurück!

Doch wird es nicht Frühling, die Sonne bleibt aus.
Der goldene Vogel sitzt vor meinem Haus.
Er rührt nicht mein Brot an und singt mir kein Lied,
und ich leb in Angst, dass ihm Schlimmes geschieht.
So sitz ich und sing ihm, und er hört mich an,
und ich wart auf den Tag, da auch er singen kann.

Nie sah ich dein Flügelkleid,
Federn gold und rot
Kommt herbei die Winterzeit,
holt dich dann der Tod?
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