bookmark_borderDie Quelle

Ich spüre schon schwinden die Jugend in mir:
So schal schmeckt die Liebe, die Freude, das Bier.
Die Jahre, sie fliehen, die Zeit eilt vorbei,
Nun bin ich noch jung, doch es bleibt nicht dabei.

Ich finde nur Frieden im süßesten Traum
Denn dort scheint die Sonne und dort steht ein Baum,
und zu seinen Wurzeln ein Bächlein entspringt,
so silbern wie Mondlicht, und glitzert, und singt:

Es fließt eine Quelle, ihr Wasser so kalt
und wer davon trinket wird zweimal so alt.

Den Ort muß ich finden, und kost es die Welt,
denn niemand kann kaufen sich Jahre für Geld.
Doch find ich die Quelle, da ward sie zu Eis,
nur in meinem Herz singt das Wasser noch leis:

Es fließt eine Quelle, ihr Wasser so kalt
und wer davon trinket wird zweimal so alt.

»Wie kann ich dich schmelzen, sag was muß ich tun?«
»O gib mir dein Feuer, ich mag nicht mehr ruhn!
Gib mir deiner Jugend, so ist es vollbracht:
Komm gib mir dein Leben, ich gebe dir Macht!

Es fließt eine Quelle, ihr Wasser so kalt
und wer davon trinket wird zweimal so alt.

So singt mir das Wasser, noch süßer als Wein,
so singt mir das Eis, das so kalt ist wie Stein.
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bookmark_borderDie Kinder der Frau Alma

Die Kinder der Frau Alma, zwei Mädchen, blond und fein,
die waren erst drei Jahre alt, zum Sterben viel zu klein.
die waren erst drei Jahre alt, zum Sterben viel zu klein.

Doch ihre Mutter Alma war böse ganz und gar:
Sie brachte ihre Kinder um, als ihr Mann auswärts war,
und legt sie in den Küchenherd bis nichts mehr übrig war.

Dann lief sie aus dem Hause und durch den ganzen Ort
und rief: »Ihr Leute, helft mir schnell, die Kinder holt man fort!
und rief: »Ihr Leute, helft mir schnell, die Kinder holt man fort!

Grad sah ich Elfen kommen, es waren ihrer drei,
sie gingen einfach in mein Haus, als ob das gar nichts sei,
und flogen bald schon wieder weg, die Kinder warn dabei.«

Die Nachbarn der Frau Alma, sie glaubten dieser Mär,
denn Elfen holen Kinder fort und geben sie nicht her.
denn Elfen holen Kinder fort und geben sie nicht her.

Und auch Frau Almas Gatte, der glaubte seiner Frau
und sah nicht in den Kücherherd, der jetzt war kalt und grau.
Und keiner sagte: »Das war Mord!« – Frau Alma war zu schlau.

Jedoch am nächsten Morgen, ihr Mann war wieder aus,
da standen schlank und hold und schön drei Elfen vor dem Haus.
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bookmark_borderDie Flagge des Roten Todes

Täglich sieht man Männer sterben,
sterben Frauen, Kinder, Vieh –
Pesthauch bringt der Welt Verderben,
doch bei uns war er noch nie!
Wir erfreuen uns des Lebens,
denn die Pest hat uns verschont:
Es scheint Sinn des höchsten Strebens,
daß der Mensch auf Inseln wohnt.

Roter Tod, Schwarzer Tod, unsere Insel hält dir stand,
Schwarzer Tod, Roter Tod, wüte nur am festen Land!

Seht, da naht ein Schiff dem Hafen!
Schiff des Todes, darf nicht sein!
Gott will mit der Pest uns strafen,
doch wir lassen ihn nicht rein!
Da – schon donnern die Kanonen,
Flammenpfeil zerreißt den Wind!
Diese Insel mußt du schonen,
weil wir sonst verloren sind!

Roter Tod, Schwarzer Tod, unsere Insel hält dir stand,
Schwarzer Tod, Roter Tod, wüte nur am festen Land!

Schaut das Feuer, wir wolln sehen
Roten Tod im Flammenschein.
Menschen hört man husten, flehen,
hört man voll Verzweiflung schrein.
Endlich sinkt dann die Galeere,
als das Wrack ist schwarz gebrannt.
Und das Meer schweigt… Tote Leere …
Eine Ratte schwimmt an Land.

Roter Tod, Schwarzer Tod, unsere Insel hält dir stand,
– Weil die Pest, weil die Pest, keinen Mann entkommen läßt –
Schwarzer Tod, Roter Tod, wüte nur am festen Land!
– Weil die Pest, weil die Pest, keinen Mann entkommen läßt…

Die Idee zu diesem Lied kam während eines Vortrags über die Pest
Es dauerte lange, bis sie nach Großbritannien kam – aber sie kam…
Die englische Fassung dieses Liedes ist »Banner of the Red Death«

Das Lied mit Akkorden als PDF
Das Lied im Chordpro-Format

 

Text und Melodie © 2000 by Thesilée
Dieses Lied befindet sich auf dem Album »Garden of the Lost«Weiterlesen

bookmark_borderDas Feeräuberlied

Faß mir nicht meine Schmetterlingsflügelchen an,
Sonst durchlöcher ich dich wie ein Sieb!
Ja, ich bin eine Fee,
trotzdem tu ich dir weh –
Glaub nicht, alle die klein sind, sind lieb.
Sieht mein Degen auch mehr wie ein Zahnstocher aus,
Führ ich ihn doch mit großem Geschick:
Zieh die Börse hervor
sonst pieks ich dich ins Ohr
Und dann fällst du und brichst dein Genick

Ach, und niemand sagt, ich bin so böse,
Ach, und jeder sagt, ich bin so süß –
Doch ich kriege alles hin,
weil ich ein Räuber bin:
Zwölf Zentimeter, und fies!

Denk nicht »Was? Eine Fee? Die macht mir doch nichts aus!
Sie ist klein und zum Tragen zu schlapp!«
Doch ich flieg in dein Haus,
rein und wieder hinaus,
bis ich alles Gold, jeden Ring hab.
Und bin ich auch die Schönste, die jemals du sahst
– schwarzes Blütenblatt steht mir so fein! –
bin ich nicht wie die Schwestern,
bin nicht Fee von gestern,
und schneid ohne Zögern dich klein.

Ach, und niemand sagt, ich bin so böse,
Ach, und jeder sagt, ich bin so süß –
Doch ich kriege alles hin,
weil ich ein Räuber bin:
Zwölf Zentimeter, und fies!

Lach jetzt nicht und denk »Wie?

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bookmark_borderDaffodil the Highway Fairy

Don’t you stare at my shimmering butterfly wings,
Don’t dare touching my bright yellow hair.
Yes my name’s Daffodil,
but don’t think I won’t kill
you – don’t think that a fairy plays fair.
Though my rapier looks like a toothpick to you,
I can use it with excellent skill:
Pass that ring you hold dear
or I’ll prick through your ear,
And if you won’t drop dead, you’ll fall ill.

Aye and never they say I’m so evil
Aye and ever they say I’m so cute.
But I’ll show them what I can
I’m a wild highwayman:
I am a seven-inch-brute.

Don’t you think »Pray what danger’s a fairy to me?
She’s so tiny, can’t carry a thing!«
But I’ll walk through your door
and I’ll come back for more
’till I’ve got every coin, every ring.
Though my face is the cutest that ever you’ve seen
and black petals do suit me just great,
I am worse than you think
and I kill with a wink:
Close your eyes, or look up, face your fate.

Aye and never they say I’m so evil
Aye and ever they say I’m so cute.
But I’ll show them what I can
I’m a wild highwayman:
I am a seven-inch-brute.
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bookmark_borderColdwater Spring

My time’s growing old as I lose year by year,
a stale taste is clinging to friends, love and beer.
I feel my life dwindling, days running away,
I may yet be young, but I’m turning to grey.

I will but find comfort within a sweet dream
where down by a willow’s roots springs a clear stream.
The waters run silvern, like moonlight so free,
and as they flow on, they start singing to me:

There runs a clear streamlet with water so cold
and those who will drink it will grow twice as old.

This place to discover, my soul I would give:
No money will grant you with more time to live.
But then as I get there, the spring’s turned to ice,
and it’s deep in my heart that a singing will rise:

There runs a clear streamlet with water so cold
and those who will drink it will grow twice as old.

»Pray how can I melt you, for all heavens’ sake?«
»O give me your fire, my sleep it will wake.
O give me your youth, so I’ll prosper and thrive.
O I’ll give you power – come give me your life.

Then runs a clear streamlet with water so cold,
and if you will drink it, you’ll grow twice as old.«
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bookmark_borderBanner of the Red Death

Day by day the men are dying
Women, children, all drop dead.
Plague has set her wings a-flying,
But our folks she’s never met.
Our lives are gay and merry,
Death among us will not roam.
We don’t think that plague is scary,
For an island is our home.

Red Red Death, black Black Death, our isle from you will stand.
Black Black Death, Red Red Death, reap and kill but on dry land!

Watch this ship! It’s Death’s own freighter
Towards our harbour mouth does steer.
Plague may try it now or later,
But we will not have her here.
Hark, the cannons roar and fire,
Burning arrows singe the sky.
Spare this island, heaven’s Sire,
For we do not want to die.

Red Red Death, black Black Death, our isle from you will stand.
Black Black Death, Red Red Death, reap and kill but on dry land!

Watch the fire, blazing, gleaming,
Watch red flames devour Black Death!
Listen to the victims screaming,
Coughing, praying out of breath.
Finally the wreck is sinking
When the flames have had their whim.
Peacefully the stars are blinking…
Did you know that rats can swim?

Red Red Death, black Black Death, our isle from you will stand.

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